Obwohl die absolute Performance für den Biotech-Sektor im September negativ war (Nasdaq Biotech Index -15,4%) übertraf UBS (Lux) Equity Fund - Biotech mit -12,7% den Index und die durchschnittliche Performance der Lipper Peer Group Funds (-15,9%). Per Oktober 2001 wechselte der Vergleichsindex von den Lipper Peer Funds auf den Nasdaq Biotech Index (NBI). Dieser Wechsel erfolgte nach der völligen Neustrukturierung des NBI Ende Mai, so dass nach den Luxemburger Vorschriften in diesen Index investiert werden kann. Weil der NBI öffentlich zugänglich und allgemein als Indikator der Biotechsektor-Performance anerkannt ist, schien seine Verwendung als Vergleichsindex nach der Restrukturierung gegenüber dem auf individuelle Bedürfnisse zugeschnittenen Lipper Peer Fund Index, in welchem die Performance und die aktuellen Positionen nicht öffentlich zugänglich sind, vorteilhafter.

Der Biotech-Sektor (Amex Biotech Index -15,58%, Nasdaq Biotech Index -15,41%) übertraf den Technologie-Sektor (Morgan Stanley High Tech Index -22,00%), lag jedoch unter der Performance des allgemeinen Marktes (S&P500 -8,17%), des Pharma-Sektors (Amex Pharmaceutical Index +2,17%) und des Small-Cap-Sektors (Russell 2000 -13,59%).

Im September fiel der Biotech-Sektor wie die meisten Aktienmärkte zurück, als sich die Anleger nach den jüngsten Terroranschlägen und angesichts einer weiterhin schwachen Wirtschaft zurückhaltender verhielten. Die Anleger kehrten dem Sektor den Rücken, trotz vorteilhafter FDA-Aktivitäten wie die lange erwartete Zulassung des wirksamen Blockbusters Aranesp von Amgen, eine Empfehlung des FDA-Panels für die Zulassung von Zevalin von IDEC und ein Zulassungsschreiben für Tracleer von Actelion. Das kürzlich zwischen Bristol-Myers Squibb und Imclone abgeschlossene Multimilliarden-USD-Lizenzgeschäft für ein Krebsmedikament ist ein Beispiel dafür, wie verzweifelt Pharmaunternehmen nach neuen Medikamenten suchen, um ein anhaltendes Wachstum zu erzielen. Die daraus hervorgehende tiefere Verschuldung trägt zur Kapitalkraft der Biotech-Branche bei.

Der Fonds ist hauptsächlich in anerkannten, rentablen Biotech-Unternehmen mit guten Produktentwicklungsprogrammen, einem soliden Ertragswachstum und potentiellen Blockbuster-Therapien investiert. Kleinere Anlagen erfolgen in spekulativeren Start-up-Titeln, welche nach erfolgreicher Geschäftstätigkeit der Unternehmen aufgestockt werden.

Wenn sie den Schock über die Terroranschläge einmal überwunden haben, dürften sich die Anleger wieder auf wichtige klinische Daten konzentrieren, die im Verlauf des vierten Quartals an den medizinischen Kongressen veröffentlicht werden. Wichtig sind auch die Investorenkonferenzen, da die Anleger gespannt auf Statusberichte und kurzfristige Meldungen warten.

Weitere wichtige Anlässe sind die FDA-Beratungstagungen wie die Tagung vom 3. Oktober zur Prüfung des HIV-Medikaments Tenofovir von Gilead. Trotz der allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit nimmt die Produktivität und Ertragskraft des gut kapitalisierten Biotech-Sektors mit steigender Nachfrage zu. In der Vergangenheit war das vierte Quartal für den Biotech-Sektor jeweils eine starke Phase, in welcher klinische Durchbrüche im Rahmen zahlreicher wichtiger medizinischer Kongresse erfolgten. Die Umsätze von Biotech-Produkten nehmen nach den Sommerferien ebenfalls tendenziell zu.

Im Jahr 2001 wird der Biotech-Sektor weiter reifen, da mehr Unternehmen Umsätze erzielen und Gewinne erwirtschaften werden. Angesichts der über 800 Produkte, die derzeit klinisch getestet werden, ist in den nächsten Jahren mit weiteren Forschungsdurchbrüchen zu rechnen, namentlich in der Krebsbehandlung, in der Genforschung und in der Diagnostik.

In den kommenden fünf bis zehn Jahren werden Verfeinerungen und die Umsetzung von Erkenntnissen aus dem Bereich Genom-Sequenzen einen weiteren starken Wachstumsmotor darstellen. Bis dahin ist im Biotech-Sektor eine Fortsetzung der Konsolidierungsphase zu erwarten. Pharmaunternehmen und grosse Biotech-Firmen werden weiterhin kleinere Konkurrenten übernehmen. Auf Markttrends ausgerichtete Anleger werden für kurzfristige Volatilität sorgen, jedoch auf die langfristig interessanten Aussichten in diesem Sektor keinen Einfluss haben.