Union-Investment-Tochter tastet sich weiter in ETF-Bereich vor
Eine Tochter des genossenschaftlichen Fondshauses Union Investment weitet ihr Angebot an börsengehandelten Fonds aus. Der ETF-Markt hat in den zurückliegenden Jahren bei Anlegern an Popularität gewonnen, teils auch wegen relativ geringer Kosten.
Nach der Auflage zweier erster börsengehandelte Fonds (ETFs) wird die Union-Investment-Tochter Quoniam nun einen dritten ETF starten, wie die Nachrichtenagentur "Bloomberg" berichtet. Er investiert in Schwellenländer-Aktien. Alle drei Fonds werden aktiv gemanagt. Die im Dezember aufgelegten Strategien waren die ersten ETFs in der Union Investment Gruppe überhaupt.
Der neueste ETF "richtet sich an institutionelle Kunden wie Pensionskassen, Banken und Versicherer. Wir wollen aber auch private Selbstentscheider ansprechen", erklärte Tobias Stein, Leiter Products & Investment Process bei Quoniam. Aktive ETFs bilden einen bestimmten Basis-Index nicht einfach nur eins zu eins ab, sondern erlauben es den Fondsmanagern, aktive Entscheidungen über die genaue Zusammensetzung des Portfolios zu treffen.
Mit Resonanz zufrieden
Stein zufolge liegen die drei aktiven ETFs preislich "zwischen klassisch aktiv gemanagten Fonds und passiven ETFs". Mit der Resonanz auf die ersten beiden aktiven ETFs zeigte sich Stein zufrieden. Einer investiert in Aktien aus Industriestaaten, war mit einem Volumen von 70 Millionen Euro gestartet und lag zuletzt bei etwa 80 Millionen Euro. Der andere ETF, der in Anleihen globaler Firmen investiert, kam zum Start auf 90 Millionen Euro und stand zuletzt bei knapp unter 100 Millionen Euro.
Ziel sei, dass die beiden existierenden ETFs zum Ende des laufenden Jahres bei mehr als 100 Millionen Euro liegen werden. Union Investment ist neben der Dekabank, DWS und Allianz Global Investors einer der größten Asset Manager in Deutschland. Ende vergangenen Jahres lag das insgesamt verwaltete Vermögen bei 535 Milliarden Euro. Quoniam verwaltete zuletzt rund 25 Milliarden Euro und richtet sich vor allem an institutionelle Investoren. (Bloomberg/ert)




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