Die R.I. Vermögensbetreuung hat einen neuen Fonds aufgelegt, der Lücken bei der Altersvorsorge schließen soll. Der RIV Zusatzversorgung decke den schnell wachsenden Bedarf nach kaufkraftstabilen Erträgen, teilt die Gesellschaft mit Sitz in Ettlingen nahe Karlsruhe mit. Das Vorstandstrio des Vermögensverwalters, Heiko Hohmann, Bastian Bohl und Peter Ulrik Kessel, lenkt auch den neuen Fonds.

Die Investmentprofis verweisen darauf, dass die extrem niedrigen Zinsen, die steigende Inflationsrate und die ungünstige demografische Entwicklung in Deutschland Zweifel daran wecken, ob der Lebensunterhalt im Alter hinreichend gesichert werden kann. Auch das Vermögen vieler Stiftungen sowie die Renten von Versorgungswerken und Pensionskassen seien so gefährdet, dass inzwischen sogar die Finanzaufsicht besorgt sei.

Substanz bewahren
Mit dem neuen Fonds will die badische Gesellschaft hier Abhilfe schaffen. Die zentrale Eigenschaft dieses Aktienfonds sei eine jährliche Ausschüttung, die nicht nur unabhängig vom Auf und Ab der Börsen sei, sondern auch entsprechend der Inflationsentwicklung jedes Jahr erhöht werde. "Die Kaufkraft der Ausschüttung bleibt somit in inflationären Zeiten stabil", heißt es in der Mitteilung. Darüber hinaus streben die Portfoliomanager an, dass sich das angelegte Kapital trotz der steigenden Ausschüttungen langfristig nicht verringert.

Der hohe Aktienanteil der RIV Zusatzversorgung sorge für den nötigen Widerstand gegen eine Entwertung durch die Inflation. Die internationale und breite Streuung der Aktien nach Branchen, Ländern und Währungen mindere zudem die Schwankungsrisiken des Fonds. "Das neue Fondsprodukt ist somit als Antwort auf die mit Sicherheit noch lang andauernde negative Realrendite von verzinslichen Anlagen und den Bedarf nach sicherem Unterhalt im Alter gedacht", heißt es weiter.

Verzicht auf externen Vertrieb
Im Vergleich zu Riesterprodukten und Renten aus Lebensversicherungen habe der RIV Zusatzversorgung weitere Vorteile: Interne Kosten würden durch den Verzicht auf den Vertrieb über externe Vermittler gesenkt. Die günstigen Gesamtkosten kämen der Fondsperformance zugute. Ein Ausgabeaufschlag fällt nicht an. Zudem verweisen die Ettlinger darauf, dass die steuerliche Freistellungsquote des Portfolios bei 30 Prozent liege.

Die R.I. Vermögensbetreuung wurde im Jahr 1996 gegründet. Sie tritt als eigene Kapitalverwaltungsgesellschaft auf und steuert mit dem RIV Zusatzversorgung nunmehr ihren dritten Fonds. Zudem bietet das Unternehmen eine individuelle Finanzportfolioverwaltung Das insgesamt betreute Vermögen liege bei mehr als 300 Millionen Euro, so die Gesellschaft. (ert)