Der JPM Income Fund hat sich im aktuellen Rating von Scope Fund Analysis die Bestnote "A" zurückerobert. Damit setzt der Rentenfonds seine wechselhafte Ratingentwicklung der vergangenen zwei Jahre fort. Im Frühsommer 2024 noch mit "B" bewertet, fiel er zunächst auf "C", arbeitete sich anschließend auf "A" vor und rutschte im November 2025 wieder auf "B" zurück.

Aktuell besteht das Portfolio fast zur Hälfte aus staatlichen hypothekenbesicherten Anleihen, gefolgt von Hochzins-Unternehmensanleihen, berichtet das Analysehaus. Die Bonitäten sind ungewöhnlich breit gestreut: Knapp die Hälfte der Papiere trägt ein "AAA"-Rating, 35 Prozent sind dagegen mit weniger als "BBB" bewertet. Sowohl bei der Rendite als auch bei der Volatilität schneidet der Fonds über fast alle Betrachtungszeiträume besser ab als die Konkurrenz, loben die Scope-Analysten.

Schroders-Fonds arbeitet sich von "E" auf "A" vor
Ebenfalls die Bestnote erreicht mittlerweile der Schroder ISF Multi-Asset Growth and Income. Im Herbst 2022 war der ausgewogene globale Mischfonds mit US-Dollar-Fokus noch mit "E" bewertet. Seitdem hat er sich schrittweise bis auf "A" verbessert.

Ausschlaggebend ist insbesondere die Performance, berichtet Scope: Über ein Jahr legte der Fonds um 20,9 Prozent zu, während seine Peergroup auf 11,5 Prozent kam. Auch über drei und fünf Jahre liegt er deutlich vor dem durchschnittlichen Konkurrenten. Der Fonds investiert weltweit in traditionelle Anleihen, Wandelanleihen und Aktien.

Goldman-Sachs-Fonds fällt von "A" auf "E"
Den umgekehrten Weg hat das Goldman Sachs Emerging Markets Equity Portfolio genommen. Vor fünf Jahren trug der Schwellenländer-Aktienfonds noch ein "A"-Rating, mittlerweile ist er bei der schlechtesten Note "E" angekommen.

Dabei liegt seine Einjahresrendite mit 36,8 Prozent sogar leicht über dem Peergroup-Durchschnitt von 35,1 Prozent. Über fünf Jahre fällt das Bild jedoch deutlich schlechter aus: Mit jährlich 4,1 Prozent bleibt der Fonds weit hinter den 7,2 Prozent seiner Vergleichsgruppe zurück. "Nach unten zieht den Fonds insbesondere, dass es in den vergangenen fünf Jahren unwahrscheinlich war, mit ihm die Peergroup zu übertreffen – was sich zudem in einem niedrigen Durchschnittsrang widerspiegelt", erläutert Scope-Analyst Florian Koch. "Auch auf der Risikoseite präsentierte sich der Fonds in keiner guten Verfassung."

Nur 16 Fondskategorien im Juli im Plus
Für Fondsanleger war der Juli insgesamt ein schwacher Monat, berichtet das Analysehaus. Von den ausgewerteten Peergroups erzielten lediglich 16 Gewinne, während 76 Verluste verbuchten.

Zu den stärksten Kategorien gehörten Rohstofffonds und Fonds für britische Aktien, die jeweils knapp fünf Prozent zulegten. Vergleichsweise robust entwickelten sich auch Dividendenaktien. Regional hatte Europa im Juli die Nase vorn.

Alternative Energien und Techaktien unter Druck
Zu den schwächsten Peergroups gehörten Aktienfonds mit Fokus auf China und Schwellenländer. Besonders hart traf es Fonds für alternative Energien: Ihre Aktien verloren im Juli mehr als ein Zehntel ihres Werts. Bereits im Vormonat hatte das Segment zu den Verlierern gehört.

Globale Technologie-Aktienfonds gaben um mehr als sieben Prozent nach. Einen für festverzinsliche Wertpapiere außergewöhnlich starken Rückgang verzeichneten zudem Fonds für langlaufende Staatsanleihen aus der Eurozone: Sie verloren gut drei Prozent. (mb)


Zur Ratingmethodik: Das Scope-Fondsrating bewertet die Qualität eines Fonds innerhalb seiner Vergleichsgruppe. Berücksichtigt werden unter anderem die langfristige Ertragskraft, die Stabilität der Fondsperformance sowie Timing- und Verlustrisiken. Das System umfasst fünf Ratingstufen von "A" bis "E", wobei "A" und "B" als Top-Ratings gelten. Ein qualitatives Rating, das einen tiefgehenden Einblick in die Arbeitsprozesse voraussetzt, nimmt Scope nur im Auftrag der jeweiligen Fondsgesellschaft vor. Für Fonds mit einer Historie von mehr als 60 Monaten ermittelt Scope auch ohne Auftrag ein rein quantitatives Rating.