Der Preiskampf bei den Angeboten für das ab kommendem Jahr zugelassene Altersvorsorgedepot geht weiter. Nachdem Scalable Capital und Quirion mit äußerst günstigen Konditionen vorgeprescht sind, zieht der Smartbroker nach: "Ihr Altersvorsorgedepot (AVD) kommt ohne Depot-, Sparplan- und Smartbroker-Orderprovisionen sowie mit einer ETF-Kostenerstattung für Standard-Altersvorsorgedepots", schreibt der Online-Broker, der auch IT-Kooperationspartner von Universal Investment bei AVD-Angeboten ist.

Demnach fallen beim Standarddepot keine depotseitigen Gebühren an. Keine Depotgebühr, keine Sparplankosten, keine Orderprovisionen für Käufe und Verkäufe sowie keine laufenden ETF-Kosten (TER). Letzteres in den ersten drei Jahren. Produktseitig haben Kunden die Wahl zwischen ETFs großer Anbieter auf globale Aktienindizes – MSCI World, MSCI ACWI und FTSE All-World. Außerdem können sie ihre Investments auf Wunsch auf zwei Standarddepots aufteilen.

Blick ins Kleingedruckte
Ganz kostenlos ist das Standarddepot aber letzlich auch nicht. Im Kleingedruckten weist der Broker darauf hin, dass zwar die Ordergebühren für das Standarddepot entfallen, es kommen aber "marktübliche Spreads und etwaige Zuwendungen" hinzu. Produktkosten fallen an, sie sollen sich "überwiegend unterhalb von 0,15 Prozent pro Jahr" bewegen.

Die Kostenerstattung für die ETFs gilt beim Standard-Altersvorsorgedepot bis 25.000 Euro Anlagevolumen "und nach Maßgabe der Teilnahmebedingungen". Ab dem vierten Jahr setzt die weitere Erstattung mindestens 15 Trades pro Kalenderjahr im "Smartbroker+ Hauptdepot" voraus. Mit anderen Worten: Verbraucher sollen an den Wertpapierhandel herangeführt werden. (Lesen Sie dazu auch den Kommentar "Kundenakquise: Das Altersvorsorgedepot löst den ETF-Sparplan ab" von FONDS professionell-Chefredakteur Bernd Mikosch.) (jb)