Um ganze Marktsegmente mit einem Trade abzubilden oder die Asset-Allokation schnell anzupassen, greifen Vermögensverwalter gerne zu ETFs. Ein Blick in ihr Orderbuch verrät daher, welchen Anlageklassen und Teilmärkten die Investmentprofis zumindest kurzfristig eine gute Wertentwicklung zutrauen – und aus welchen Segmenten sie sich aktuell lieber zurückziehen.

So weit, dass sie öffentlich über jede Order berichten würden, gehen allerdings die wenigsten Vermögensverwalter. Aggregiert sind diese Informationen aber zugänglich: Die V-Bank, die sich seit ihrer Gründung auf die Depotführung für unabhängige Vermögensverwalter konzentriert, hat gegenüber FONDS professionell ONLINE offengelegt, welche ETFs über ihre Plattform zuletzt besonders rege ge- und verkauft wurden. Die Ergebnisse für den Januar 2026 finden Sie in der Bilderstrecke oben.

Fünf Top-Picks – und die fünf häufigsten Verkaufsorders
Die Zahlen dürfen durchaus als repräsentativ gelten: Per Ende 2025 verwahrte die V-Bank stolze 66 Milliarden Euro für die Kunden von 504 Vermögensverwaltern, Family Offices und Stiftungen. Die Zahl der betreuten Depots vermögender Endkunden stieg im vergangenen Jahr von etwa 64.600 auf rund 73.200. In Deutschland darf sich das Münchner Institut in diesem Segment damit als Marktführer bezeichnen.

Ein Hinweis: Die Rangliste in der Bilderstrecke oben orientiert sich an der Zahl der Kauf- und Verkaufsaufträge, nicht am gehandelten Volumen. Ein Ranking nach dieser Kennziffer wäre anders ausgefallen, doch die V-Bank wählte bewusst die Zahl der Orders, damit die Übersicht nicht durch einige wenige millionenschwere Transaktionen großer Vermögensverwalter verzerrt wird. (bm)