Im vergangenen Jahr waren so viele Menschen in Deutschland direkt oder indirekt in Aktien investiert wie nie zuvor. Das geht aus den nun veröffentlichten Aktionärszahlen des Deutschen Aktieninstituts (DAI) für 2025 hervor, für die das Meinungsforschungsinstitut Kantar jährlich etwa 28.000 Personen ab 14 Jahren nach ihrem Anlageverhalten befragt.

Demnach hat die Zahl der Menschen in Deutschland, die Aktien direkt oder über Fonds und ETFs halten, mit 14,1 Millionen ein neues Rekordniveau erreicht. 9,2 Millionen Anleger entschieden sich ausschließlich für Fonds oder ETFs, zwei Millionen legten sich nur Aktien einzelner Unternehmen ins Depot. Weitere 2,9 Millionen Menschen kombinierten beide Formen des Aktiensparens. In Summe hielten 12,1 Millionen Menschen in Deutschland ein Aktienfonds- oder ETF-Investment – deutlich mehr als im Vorjahr (siehe Grafik).

* Anleger mit Aktien- und/oder Mischfonds, inkl. ETFs; Quelle: Deutsches Aktieninstitut (DAI); Grafik: FONDS professionell

"Aktienanlagen sind in der Mitte der Gesellschaft verankert"
Getragen werde die Entwicklung von den Jüngeren zwischen 14 und 39 Jahren, die seit 2024 die größte Anlegergruppe stellten, teilt das DAI mit. Die weite Verbreitung von Sparplänen, über die auch kleinere Beträge regelmäßig angelegt werden könnten, belege die bewusste und langfristig ausgerichtete Anlage. "Die Menschen in Deutschland haben erkannt, dass für gute Langfristerträge kein Weg an der Aktie vorbeiführt", sagte Henriette Peucker, geschäftsführende Vorständin des Deutschen Aktieninstituts. "Wir sehen, dass breit gestreute und kontinuierliche Investments auch mit geringerem Einkommen stattfinden. Aktienanlagen sind in der Mitte der Gesellschaft verankert."

Im Jahr 2025 nutzten der Studie zufolge 5,3 Millionen Menschen in Deutschland einen Sparplan, 1,7 Millionen mehr als im Vorjahr. Das liegt allerdings auch daran, dass die Aktionärszahlen des DAI erstmals auch Anleger berücksichtigen, die Fonds oder ETFs über Vermögenswirksame Leistungen (VL) halten. "Von der Gesamtsteigerung von 1,7 Millionen entfallen 700.000 auf diesen Effekt", erläutert das DAI, das außerdem betont: "Auch ohne das VL-Sparen würde mit 13,7 Millionen Menschen mit Aktienanlagen ein neuer Höchststand erreicht."

ETF-Sparen steht hoch im Kurs
Besonders hoch liegt die Quote der Sparplan-Kunden mit 52 Prozent bei ETF-Besitzern. Bei Anlegern mit aktiv gemanagten Fonds beziffert die Studie diese Kennzahl nur auf 26 Prozent. Auch allgemein sind ETFs im Aufwind: Der Anteil der Über-14-Jährigen mit ETFs im Depot betrug zuletzt 6,6 Prozent – und lag damit fast doppelt so hoch wie drei Jahre zuvor. Die Quote der Fondsanleger dagegen schrumpfte in diesem Zeitraum leicht, wenn auch von einem höheren Niveau aus (siehe Grafik unten). (bm)

* ohne Sparpläne im Rahmen Vermögenswirksamer Leistungen; Quelle: Deutsches Aktieninstitut (DAI); Grafik: FONDS professionell