Die Bundesregierung hat ihre Pläne für eine neue Steuer auf Gewinne mit Xetra-Gold offenbar verworfen. Das gehe aus dem Regierungsentwurf zum Jahressteuergesetz hervor, den das Bundesfinanzministerium am Mittwochabend veröffentlicht hatte, berichtet das "Handelsblatt".

Wer Gold mindestens ein Jahr lang hält und es danach mit Gewinn verkauft, muss – anders als bei Aktien, Fonds und anderen Wertpapieren – keine Abgeltungsteuer zahlen. Bei Xetra-Gold handelt es sich um ein Zertifikat, das vollständig mit physischem Gold hinterlegt ist. Bisher wird das Wertpapier vom Fiskus steuerlich wie physisches Edelmetall behandelt.

Widerstand von CDU und CSU
Der im Juli veröffentlichte Entwurf sah vor, Xetra-Gold mit anderen Wertpapieren gleichzustellen. In der Finanzwelt sorgte der Plan für viel Aufruhr. So warnte die Deutsche Börse davor, dass Anleger im Fall einer neuen Abgabe auf Veräußerungsgewinne in zwielichtige Marktsegmente abwandern könnten. Laut Medienberichten stieß der Vorstoß auch bei CDU und CSU auf Widerstand. Letztendlich sollen die Pläne daran gescheitert sein. (fp)