Berater können für ihre Anleger ab sofort aus einem größeren Angebot bei fondsgebundenen Renten- beziehungsweise Lebensversicherungen schöpfen: Die Cardea Life hat ihre Rentenversicherungen um risikogemanagte Fonds ("Risk Managed Funds") erweitert. Und der der Lebensversicherer mylife hat mit "Mylife-Invest" eine fondsgebundene Lebensversicherung gegen Einmalbeitrag gestartet. Damit folgen die beiden Anbieter Mitbewerbern, die dieses Jahr ebenfalls verstärkt auf Fondspolicen setzen.

Damit setzt sich zumindest ein Trend aus dem Vorjahr fort. Aus den Zahlen des Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für 2012 geht hervor, dass fondsgebundene Rentenversicherungen im Neugeschäft mit laufender Beitragszahlung trotz eines Rückgangs bei den Beiträgen von 4,6 Prozent mittlerweile einen Anteil von 18,7 Prozent haben und damit auf dem zweiten Platz hinter konventionellen Rentenpolicen (32,9 Prozent) liegen. Fondsgebundene Versicherungen gegen Einmalbetrag mussten 2012 bei den Prämien dagegen einen Einbruch von 50 Prozent hinnehmen und machten nur 0,3 Prozent des gesamten Neugeschäftes aus.

Warburg Invest managt Cardea-Fonds
Nach Angaben der Cardea Life können die insgesamt drei vom Vermögensverwalter Warburg Invest verwalteten Multi-Asset-Portfolios, die eine Zielvolatilität von fünf, acht oder zwölf Prozent anstreben, im Rahmen ihrer bereits laufenden Rentenversicherungen entweder als Einzelfonds oder als Lebensphasenkonzept ausgewählt werden. Bei letzterem werden die Kundenbeiträge je nach Lebensalter und gewähltem Rentenbeginn angelegt: Je näher das Vertragsende rückt, desto stärker wird das Geld automatisch in ein jeweils schwankungsärmeres Portfolio umgeschichtet.

Bei der von der Göttinger mylife nun angebotenen Produktlinie für Honorarberater, die keine Abschlussprovisionen enthält, kann aus über 4.000 Fonds und kostengünstigen Exchange Traded Funds (ETF) gewählt werden. Der Mindestbetrag liegt bei 5.000 Euro. Zuzahlungen sind auch möglich, aber nur bis 50 Prozent des ursprünglich einbezahlten Betrages beziehungsweise maximal 100.000 Euro.

Zu den Anbietern
Die Cardea Life ist eine im August 2012 gegründete Marke des Liechtensteiner Lebensversicherers PrismaLife. Die Produkte werden in Deutschland von der Financial Partner Business (fpb) vertrieben, einer Tochter des britischen Versicherers Friends Provident International (FPI). Dieser wird sich per Oktober aus dem Deutschlandgeschäft mit Altersvorsorgetarifen, die eine vorfinanzierte Abschlussprovision haben, zurückziehen. Die Produkte der Cardea Life sind daher für die an die fbp angeschlossenen Makler als Alternative zu den bisherigen FPI-Produkten gedacht.

Die er in Göttingen ansässige Lebensversicherer mylife ist auf Produkte mit Nettotarifen für Honorarberater spezialisiert. (jb)