Die Finanzaufsicht Bafin hat die Smartphonebank N26 zu einer Geldbuße in Höhe von 4,25 Millionen Euro verdonnert. Der Grund: Die Neobank soll in den Jahren 2019 und 2020 in mehreren Fällen einen Verdacht auf Geldwäsche erst mit Verspätung gemeldet haben. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf ein Statement von N26.

Der Bescheid der Behörde stammt vom 25. Juni des laufenden Jahres. N26 habe das Bußgeld Mitte Juli entrichtet, das Bußgeldverfahren sei damit abgeschlossen, schreibt Bloomberg. Alle von der Bafin geforderten Maßnahmen, die dazu dienen sollen, verdächtige Aktivitäten künftig rechtzeitig zu melden, habe N26 bereits vollständig umgesetzt, wie das Unternehmen Bloomberg zufolge weiter erklärte.

Bafin schickte N26 Sonderbeauftragten ins Haus
Die Bafin hat bereits seit einiger Zeit ein wachsames Augen auf N26. So hat sie im Mai einen Sonderbeauftragten bei der Bank installiert, der sicherstellen soll, dass die Bank bei der digitalen Kundenerkennung nachbessert, Fachkräfte zur Bekämpfung von Finanzkriminalität einstellt und generell ihre IT auf Vordermann bringt. 

Ende August wurde zudem bekannt, dass die Behörde offenbar erwäge, das Neugeschäft von N26 zu beschränken. Kurz zuvor hatten mehrere Medien berichtet, dass zahlreiche Konten bei N26 für Betrugszwecke missbraucht worden sein könnten. Ebenfalls Ende August hatte N26 auf die Kritik der Aufsicht mit der Ernennung von Thomas Grosse als Risikochef und Stephan Niermann als Geldwäschebeauftragten reagiert. (jb)