"Besonders abscheulich": Evergrande-Gründer muss lebenslang in Haft
Einst gehörte Hui Ka Yan zu den reichsten Menschen Asiens. Nun wurde der Gründer des kollabierten Immobilienriesen Evergrande zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Auch für seine früheren Unternehmen hat das Urteil milliardenschwere Folgen.
Der Gründer der China Evergrande Group, Hui Ka Yan, ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Seine früheren Unternehmen müssen Geldstrafen von insgesamt 15,82 Milliarden Yuan (rund 2,1 Mrd. Euro) zahlen. Damit ist der Niedergang des Immobilienmagnaten besiegelt, der exemplarisch für den Boom und Einbruch des chinesischen Immobilienmarktes stand.
Nach Angaben der offiziellen Nachrichtenagentur Xinhua vom Donnerstag (20.8.) wird das Vermögen von Hui Ka Yan beschlagnahmt. Im April hatte er sich vor einem chinesischen Gericht unter anderem des Betrugs bei der Kapitalbeschaffung und der Bestechung schuldig bekannt. Die in Hongkong notierte Evergrande wurde mit einer Geldstrafe von 8,82 Milliarden Yuan belegt. Ihre Festlandseinheit Hengda Real Estate muss sieben Milliarden Yuan zahlen. Die beiden Unternehmen hätten Vermögenswerte "anhaltend und in großem Umfang" aufgebläht und Verbindlichkeiten verschleiert, heißt es in dem Bericht.
Weitere 56 Personen verurteilt
Das Gericht verurteilte weitere 56 Personen wegen Anklagepunkten im Zusammenhang mit Evergrande. Dazu gehören Huis Söhne Xu Zhijian und Xu Tenghe. Die Strafen reichen laut Xinhua von 22 Monaten bis zu 18 Jahren.
"Der in die Straftat verwickelte Betrag ist außergewöhnlich hoch, die Umstände sind besonders abscheulich, es wurden außergewöhnlich schwere wirtschaftliche Verluste verursacht und der Schaden für die Gesellschaft ist äußerst gravierend", schreibt die Nachrichtenagentur.
Vom zweitreichsten Mann Asiens zum Verurteilten
Hui war einst der zweitreichste Mann Asiens. Er reiht sich nun in eine lange Liste von Milliardären ein, die ins Visier der chinesischen Regierung geraten sind. Sein weit verzweigtes Imperium reichte von Immobilien bis zu Elektrofahrzeugen und wurde 2024 zur Liquidation gezwungen. Der Abschwung am chinesischen Immobilienmarkt hält an. (mb/Bloomberg)














