Betrugsversuch: Bankenverband warnt vor dieser Masche
Derzeit landen wieder deutlich mehr gefälschte Bankenschreiben im Briefkasten. Der Bankenverband erklärt, worauf es zu achten gilt.
Phishing-Angriffe in digitaler Form wie betrügerische E-Mails oder SMS sind bekannt. Doch in den vergangenen Wochen und Monaten kamen die Phishing-Attacken wieder häufiger im echten Briefkasten an. Beim Brief-Phishing versenden Kriminelle täuschend echt aussehende Schreiben per Briefpost. Diese wirken, als ob sie von einer Bank stammten. Davor warnt nun der Bundesverband deutscher Banken.
Betrüger nutzen KI
Mit künstlicher Intelligenz (KI) und professionellen Gestaltungsprogrammen können Betrüger Logos, Schriftarten, Formulierungen und Layouts sehr überzeugend nachahmen. "Die Briefe wirken auf den ersten Blick authentisch und unterscheiden sich kaum von echter Bankpost", so Anh Hai Dang vom Bankenverband.
Ziel der Täter sei es, Empfänger zu einer Handlung zu verleiten: Sie sollen eine betrügerische Telefonnummer anrufen, persönliche Daten preisgeben oder andere sicherheitsrelevante Aktionen ausführen. Hellhörig sollten Empfänger etwa werden, wenn sie einen QR-Code scannen sollen. Oder wenn sie eine im Schreiben genannte Nummer anrufen sollen und sich dann jemand am Telefon meldet, der Bankdaten abfragt.
Nicht unter Druck setzen lassen
Der Bankenverband empfiehlt, niemals PINs, TANs oder persönliche Zugangsdaten weiterzugeben. Diese Daten würde ein Bank nie abfragen. Außerdem sollten Empfänger keine QR-Codes aus unerwarteten Schreiben scannen. Dahinter könne sich eine täuschend echt wirkende Betrugsseite verbergen. Im Zweifel sollte man immer erst die eigene Bank kontaktieren, und das ausschließlich auf den offiziellen und bekannten Kontaktwegen. Besonders wichtig: Immer die Ruhe bewahren, auch wenn ein Schreiben suggeriert, dass ein rasches Handeln nötig ist. (jh)













