Vonseiten der Gerichte ist der S&K-Anlageskandal offenbar endgültig abgeschlossen. Der Bundesgerichtshof hat am 20. August die Berufung von Jonas Köller zurückgewiesen, einem der beiden Gründer der Immobiliengruppe. Damit ist das am 29. März 2017 gegen ihn ergangene Urteil des Landesgerichts (LG) Frankfurt am Main rechtskräftig.  

Köller und sein Co-Gründer Stephan Schäfer waren vor zwei Jahre vom LG zu jeweils achteinhalb Jahren Haftstrafen verurteilt worden. Beide hatten sich vor der Urteilsverkündigung im März 2017 der Untreue schuldig bekannt. Im Gegenzug hatte das Gericht aus "prozessökonomischen Gründen" den Vorwurf des schweren und bandenmäßigen Betrugs fallengelassen.

Während das Urteil des LG gegen Schäfer schon damals rechtskräftig war, ist Köller in Berufung gegangen – erfolglos. Zwei Mitbeschuldigte wurden damals ebenfalls nach Absprachen zu sechs und viereinhalb Jahren Haft verurteilt.

11.000 geschädigte Anleger
Die Angeklagten sollen mit ihrer Immobilienfirma S&K zwischen 2008 und 2013 ein Schneeballsystem aufgebaut haben, durch das insgesamt schätzungsweise 11.000 Anleger geschädigt wurden. Ihre Verluste werden auf insgesamt 240 Millionen Euro taxiert. (jb)