Die US-Börsenaufsicht SEC hat erstmals Prominente wegen unlauterer bezahlter Werbung für dubiose Geschäfte mit Kryptowährungen bestraft, berichtet "Der Tagesspiegel" in seiner Online-Ausgabe. Der ungeschlagene Box-Weltmeister Floyd Mayweather jr. und Hip-Hop-Star DJ Khaled müssen nach einem Vergleich Bußgelder von 300.000 beziehungsweise 100.000 US-Dollar bezahlen, wie die SEC mitteilte. Weitere 300.000 (Mayweather) und 50.000 Dollar (DJ Khaled) sind für die Einnahmen aus ihren Promo-Aktionen für Krypto-Coins fällig.

Laut der Behörde haben die beiden Stars über ihre Social-Media-Kanäle ICOs beworben – ohne offenzulegen, dass sie dafür bezahlt wurden. So auch beim sogenannten Centra ICO, dessen drei Betreiber bereits im April von der SEC wegen Wertpapierbetrugs verklagt wurden. Sie sollen mit falschen Versprechen 32 Millionen Dollar am Kapitalmarkt ergaunert haben.

"Anleger sollten skeptisch sein bei Investmentratschlägen, die auf Social-Media-Plattformen gepostet werden – und keine Entscheidungen auf Basis von Empfehlungen von Prominenten treffen", sagt SEC-Co-Direktor Steven Peikin. "Social Media Influencer" seien oft bezahlte Promoter, aber keine Finanzprofis. (mb)