Es dauert keine zwei Monate mehr, bis Deutschland an die Urnen schreitet: Am 26. September ist Bundestagswahl. Rechtzeitig vor dem Termin hat das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) das Online-Tool "Wahl-Diagnose 2021" live geschaltet. Es liefert Antworten auf die Frage, welche Positionen die Parteien zur Rente vertreten. Dazu hat das DIA wie schon vor der Bundestagswahl im Jahr 2017 die Wahlprogramme von sieben Parteien ausgewertet. Dabei handelt es sich um CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, Die Linke und AfD, also um die Parteien, die mit großer Wahrscheinlichkeit wieder in den Bundestag einziehen werden, und deren finanzpolitische Sprecher auch FONDS professionell befragt hatte.

Das Diagnose-Tool enthält 37 Thesen, die Forderungen aus den Wahlprogrammen der Parteien abbilden. Die Thesen betreffen die gesetzliche Rente, die betriebliche und die private Altersvorsorge. Schritt für Schritt listet das Online-Tool die einzelnen Wahlthesen auf. Der Nutzer kann jeweils einen "Daumen hoch" oder einen "Daumen runter" geben. Für jede Zustimmung erhält die Partei, die für die jeweilige These steht, einen Punkt. Bei Ablehnung wird ein Punkt abgezogen. Stimmt der Wähler in spe allen Thesen einer Partei zu, dann passt diese hundertprozentig zu seinen Erwartungen – zumindest in punkto Rente. 

Nur zur Orientierung
"Die Wahl-Diagnose liefert keine Wahlempfehlung, aber eine Orientierung für die Entscheidung an der Wahlurne, wenn die Parteienpläne zur Alterssicherung Einfluss darauf haben sollen", erklärt DIA-Sprecher Klaus Morgenstern. Diese Pläne sind breitgefächert. Sie reichen von einer neuen Aktienrente, die eine Ergänzung zur umlagefinanzierten gesetzlichen Rente bilden soll, bis zur Vorsorgepflicht für alle Selbstständigen. Der größte Teil der Parteivorschläge gilt der gesetzlichen Rente, aber auch bei der betrieblichen Altersversorgung und privaten Vorsorge planen die Parteien Veränderungen. Das Online-Tool zur Wahldiagnose finden Sie hier auf der Webseite des DIA (externer Link). (am)