Der Rechtsstreit zwischen der HUK Coburg und Check24 vor dem Landgericht Köln über die sogenannte "Nirgendwo-Günstiger-Garantie" des Vergleichsportals wird kein schnelles Ende finden. Das Gericht hat für den 19. Februar 2020 eine weitere mündliche Verhandlung angesetzt. Das berichtet das "Handelsblatt". 

Der Versicherer verklagt den Münchner Online-Riesen wegen der Werbung bereits zum zweiten Mal: Check24 möchte Kunden mit dem Versprechen anlocken, dass diese nur bei dem Portal die günstigsten Versicherungstarife bekommen. Die HUK hält das für irreführend, da nicht alle Versicherer auf dem Portal zu finden sind. Im Herbst 2018 hatte das Landgericht Köln dann entschieden, dass Check24 die Werbung abändern muss, da das Portal tatsächlich nicht den ganzen Markt für Versicherungsprodukte abdeckt. 

Geld von Check24, wenn es woanders günstiger ist
Das tat Check24 dann auch und bietet Kunden seitdem einen finanziellen Ausgleich an, wenn sie über das Portal eine Police abgeschlossen haben – dann aber woanders ein günstigeres Angebot finden. Aber auch gegen diese neue Version schritt die HUK Coburg im Sommer ein. 

Das Gericht in der Domstadt lehnte einen Ordnungsmittelantrag des Versicherers (Az. 31 O 376/17-SH I) aber ab. Der Grund: Nach Ansicht der Richter ist die aktuell angebotene Garantie kein Rechtsverstoß, da die Garantieübernahme "(…) dem Verbraucher für den Fall, dass er irgendwo auf dem Markt ein vergleichbares, aber günstigeres Alternativprodukt findet, den Schutz vor wirtschaftlichen Nachteilen anbiete, indem sie [Check24] die finanziellen Nachteile ausgleicht." 

Allerdings ermöglichte das Landgericht der HUK, in Berufung zu gehen. Das hat der Versicherer offensichtlich getan – im kommenden Februar wird es dann Neuigkeiten geben. (jb)