Das Vergleichsportal Check24 und der Versicherer Huk-Coburg treffen sich seit einiger Zeit regelmäßig vor Gericht. Unter anderem ging es in den Verhandlungen darum, ob Check24 Kfz-Tarife der Huk-Coburg in seinen Vergleichen aufführen darf oder nicht – das Oberlandesgericht Köln hat das im April übrigens verneint (FONDS professionell ONLINE berichtete). 

In einem aktuellen Entscheid hat nun aber das Landgericht (LG) der Domstadt wiederum im Sinne des Portals entschieden: Check24 darf nach eigenen Angaben weiter mit seiner  "Nirgendwo-Günstiger-Garantie" in der aktuellen Version werben. Ein Ordnungsmittelantrag des Versicherers (Az. 31 O 376/17-SH I) wurde abgelehnt – allerdings kann die Huk wohl in Berufung gehen. Hinter dieser Garantie steckt laut einer Pressemitteilung von Check24 das Verspechen, Kunden einen finanziellen Ausgleich zu zahlen, wenn sie über das Portal eine Kfz-Police abgeschlossen haben – dann aber woanders ein günstigeres Angebot finden. 

LG Köln sieht keinen Rechtsverstoß
Im Herbst hatte die Huk-Coburg noch vor Gericht mit einem Antrag gegen diese "Nirgendwo-Günstiger-Garantie" obsiegt. Damals deckte das Portal aber nicht den ganzen Markt ab, sondern nur einen Ausschnitt. Das hat Check24 in der Zwischenzeit offenbar geändert – zur Zufriedenheit des Gerichtes.

Der Antrag der Huk-Coburg sei unbegründet, da die aktuell angebotene Garantie keinen Rechtsverstoß darstelle. Laut Urteilsbegründung komme Check24 seinem Garantieversprechen nun für den Gesamtmarkt der Kfz-Versicherungen nach. Im Beschluss der 31. Zivilkammer des Landgerichts Köln heißt es der Pressemitteilung des Portals zufolge: Die Garantieübernahme "(…) bietet dem Verbraucher für den Fall, dass er irgendwo auf dem Markt ein vergleichbares, aber günstigeres Alternativprodukt findet, den Schutz vor wirtschaftlichen Nachteilen an, indem sie [Check24] die finanziellen Nachteile ausgleicht." (jb)