In einer Mitteilung an ein US-Berufungsgericht erklärt die Deutsche Bank, dass sie über Steuererklärungen in der Causa Trump verfüge, berichtet die Nachrichtenagentur "Reuters". Diese müsse das Frankfurter Geldhaus aushändigen, wenn sie einem Urteil zur Herausgabe von Finanzunterlagen Folge leisten würde. Derzeit befinden sich die Finanzen von US-Präsident Donald Trump sowie seinen Kindern Donald Trump Jr., Ivanka und Eric Trump im Visier des US-Kongresses. Unklar ist allerdings, über wessen Steuererklärungen die Deutsche Bank verfügt. Die Namen waren in der Mitteilung ans Gericht geschwärzt.

Im Frühjahr hatte ein Richter entschieden, dass die Deutsche Bank zur Herausgabe der Finanzunterlagen verpflichtet ist. Das Geldhaus hatte dem ehemaligen Immobilienunternehmer Donald Trump vor seiner Präsidentschaft hohe Kredite gewährt. Viele andere Banken hatten das nicht mehr getan, berichtet die Nachrichtenagentur. Dokumenten zufolge schulde Trump der Deutschen Bank Trust Company Americas mindestens 130 Millionen Dollar im Zusammenhang mit Immobilienprojekten.

Die Deutsche Bank hatte bereits früher ihre Absicht geäußert, dem Urteil Folge leisten zu wollen. Die Familie des US-Präsidenten versucht mit aller Macht, dies zu verhindern. Die Deutsche Bank lehnte "Reuters" zufolge eine Stellungnahme zu der Gerichtsmitteilung ab. Ein Anwalt Trumps sei für die Nachrichtenagentur zunächst nicht zu erreichen gewesen. (mb)