Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) macht sich dafür stark, dass Schulen höhere digitale und technische Kompetenzen vermitteln, junge Menschen besser auf die spätere Berufswahl vorbereiten – und ihnen mehr Wirtschaftswissen mit auf den Weg geben. Dies berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Die Forderungen des DIHK sind Teil eines neuen Leitlinien-Konzepts zur Schulpolitik, das der Zeitung vorliegt.

Bisher komme Wirtschaftsunterricht nach Ansicht des DIHK an deutschen Schulen viel zu kurz. "Ökonomische Bildung wird entweder in den Wahlpflichtbereich abgedrängt oder im Verbund mit anderen Fächern unterrichtet, wo sie nur eine untergeordnete Rolle spielt", zitiert die FAZ aus dem Leitlinien-Papier. Wenn überhaupt, würden ökonomische Kenntnisse oft vermittelt, ohne dass Schülern dabei verschiedene Sichtweisen eröffnet werden. "Die unternehmerische Perspektive, also Wirtschaft nicht nur als Verbraucher und Arbeitnehmer zu betrachten, fehlt in der Schule nahezu komplett", kritisiert der DIHK der FAZ zufolge in seinem Leitlinien-Konzept.

Bei der Lehrerausbildung fängt es an
Stattdessen möchte der Dachverband der Industrie- und Handelskammern, dass Schüler frühzeitig in "unternehmerischem Denken und Handeln" unterrichtet werden. Bislang scheitere dies aber bereits einer unzureichenden Vorbereitung der Lehrer auf diese Aufgabe. Denn: "Eine Lehrerausbildung für die flächendeckende ökonomische Bildung und die Vermittlung ökonomischer Handlungskompetenz existiere nicht", konstatiert der DIHK dem Zeitungsbericht zufolge. (am)