Die Alpha Insurance A/S ist wohl endgültig Geschichte. Die dänische Versicherungsaufsicht Finanstilsynet (Danish Financial Supervisory Authority) hat dem Sachversicherer, der auch in Deutschland aktiv war, mit Wirkung zum 31. Mai 2018 die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb entzogen. Das teilt die deutsche Finanzaufsicht Bafin mit. 

Der Schritt kommt nicht völlig überraschend. Der Versicherer war bereits Anfang Mai von der dänischen Aufsicht in die Liquidation geschickt worden. Produkte durfte er seit März nicht mehr vertreiben. Die Gründe für diese Entscheidungen nennen die Aufsichtsbehörden nicht. Medienmeldungen zufolge kann der Versicherer aber die von der EU-Solvency-II-Richtlinie vorgeschriebene Eigenmittelquote nicht mehr erfüllen, da sein Rückversicherer CBL Insurance Limited selbst Solvenzprobleme hat. 

Kunden, auch deutsche, habe aber Chancen auf eine Entschädigung für eventuelle finanzielle Verluste. Der dänische Garantiefonds für Nichtlebensversicherungsunternehmen deckt ihre Ansprüche grundsätzlich ab. Versicherungsnehmer müssten ihre Forderungen gegenüber dem dänischen Garantiefonds melden, sofern die Forderungen durch den Garantiefonds gedeckt sind. Weitere Informationen in englischer Sprache, unter anderem auch zu Forderungen, die nicht über den dänischen Garantiefonds gedeckt sind, finden sich auf der Internetseite der dänischen Versicherungsaufsicht. (jb)