Angenommen, Sie wollen Ihre Mitgliedschaft im Fitnessstudio in Spanien mit Ihrer deutschen oder österreichischen IBAN bezahlen. Doch der Studiobetreiber will Ihre nicht-spanische Kontonummer nicht akzeptieren und fordert ein inländisches Bankkonto. Auf den ersten Blick scheint so ein Vorgehen legitim zu sein – ist es aber nicht. Denn so etwas nennt man "IBAN-Diskriminierung" und ist seit 2014 gesetzeswidrig.

Eine Reihe europäischer Fintechs hat dieser Form der Diskriminierung nun den Kampf angesagt. Prominente Unternehmen wie N26, Raisin, Revolut oder Klarna haben sich zusammengeschlossen und in die Programmierung einer neuen Website investiert. Auf "Accept my IBAN" können Verbraucher und Unternehmen ab sofort "IBAN-Diskriminierung" melden. Jede/r kann einen Fall einreichen – unabhängig davon, mit wem Bankgeschäfte oder Zahlungen getätigt werden. Alle Fälle werden anonymisiert und dann an die zuständigen Behörden weitergeleitet, damit diese entsprechende Maßnahmen ergreifen können. (mb)