Gute Nachrichten für Opfer des Anlagebetrügers Bernard Madoff. Ende vergangenen Jahres war schon bekannt geworden, dass Investoren der sogenannten "Madoff Feeder Funds" prinzipiell berechtigt sind, Forderungsansprüche an den Madoff-Opferfonds des US-Justizministeriums ("Madoff Victim Fund") zu stellen (FONDS professionell ONLINE berichtete). Vor zehn Tagen hat die Staatsanwaltschaft in New York entschieden, die Frist, innerhalb derer die geschädigten Anleger ihre Ansprüche geltend machen können, bis zum 30. April zu verlängern. Ursprünglich sollte die Frist nur bis Ende Februar laufen.

Die Empfehlung zur Verlängerung kam von Richard C. Breeden, Administrator des Madoff-Opferfonds. Breeden war auch derjenige, der zuvor entschieden hatte, dass Investoren der sogenannten "Madoff Feeder Funds" prinzipiell forderungsberichtigt an den Opferfonds sind. Die Entscheidung gibt Investoren damit zum ersten Mal die Möglichkeit, direkt in den Genuss einer teilweisen Rückführung ihrer Verluste zu gelangen.

Opferfonds sammelte rund 2,35 Milliarden US-Dollar ein
Ansprüche können alle diejenigen machen, die vor dem 12. Dezember 2008 direkt oder indirekt in Madoff Securities investiert waren (z.B. durch Investmentfonds wie Thema International Fund, Herald Lux, Luxalpha, Fairfield, Defender, Alpha Prime, Primeo etc.) und die durch das Betrugssystem Madoff einen Schaden erlitten haben. Um in den Genuss einer Entschädigung zu kommen, müssen sie ihre gültigen Forderungen bis nunmehr spätestens Ende April 2014 mittels eines gültigen Antragsformulars und der entsprechenden Beweisdokumente beim Madoff Victim Fund anmelden.  

Das Volumen des Opferfonds beträgt rund 2,35 Milliarden US-Dollar, die in der Vergangenheit durch diverse straf- und zivilrechtliche Verfahren eingesammelt wurden. (jb)