Am 1. August 2020 wird die überarbeitete Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV) in Kraft treten. Damit werden die Vorgaben der EU-Richtlinie Mifid II für Finanzanlagenvermittler und Honorar-Finanzanlagenberater mit Erlaubnis gemäß Paragraf 34f und 34h Gewerbeordnung (GewO) umgesetzt. Im nachfolgenden Gastbeitrag erläutern Norman Wirth und Daniel Berger von der Kanzlei Wirth Rechtsanwälte die wesentlichen Änderungen. Der Artikel bildet den Auftakt einer fünfteiligen Serie zur novellierten FinVermV, die in den kommenden Wochen immer mittwochs auf FONDS professionell ONLINE erscheinen wird. (bm)


Mit den Änderungen der FinVermV werden vor allem zusätzliche Wohlverhaltenspflichten aufgenommen beziehungsweise bestehende Regelungen an die Anfang 2018 in Kraft getretenen Vorgaben der Mifid II angepasst. Zudem kommt es zu redaktionellen Angleichungen der FinVermV an die Formulierungen der seit 20.12.2018 neu gefassten Versicherungsvermittlungsverordnung (VersVermV).


Die wesentlichen Änderungen in den Paragrafen der novellierten FinVermV finden Sie in der Bilderstrecke oben – einfach weiterklicken!


Der neuen FinVermV ist möglicherweise nur eine kurze Existenz gegönnt. Denn die Regelungen der FinVermV sollen mittelfristig in das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) übernommen werden. Damit soll eine Übertragung der derzeitigen Zuständigkeit für die Erlaubniserteilung und Aufsicht weg von den Industrie- und Handelskammern sowie Gewerbeämtern hin zur Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) verbunden sein. Ein erster Gesetzesentwurf hierfür kursiert bereits nicht-öffentlich. Das Vorhaben findet jedoch derzeit bei der Unionsfraktion keine Unterstützung.
 

Die Beiträge der FinVermV-Serie von FONDS professionell ONLINE:

  • 27.11.2019 (Teil 1): Die wichtigsten Änderungen
  • 04.12.2019 (Teil 2): Fragen und Antworten zum Taping
  • 11.12.2019 (Teil 3): Die neue Kosteninformationspflicht
  • 18.12.2019 (Teil 4): Die Arbeit mit dem Zielmarkt
  • 08.01.2020 (Teil 5): Alles rund um Dokumentationspflichten