Was ist nachhaltig? Dass diese Frage schwierig zu beantworten ist, weiß jeder, der diese Diskussion schon einmal geführt hat. Meist heißt es dann, dass es sehr individuelle Definitionen von Nachhaltigkeit gebe, was einerseits richtig, andererseits aber wenig zielführend ist. Das gilt insbesondere dann, wenn es darum geht, Kapitalströme zu lenken und Investitionen anzustoßen. Und genau dieses Ziel verfolgt die Europäische Union bekanntlich: Für den Umbau hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft sind Milliarden nötig – und das über viele Jahre hinweg.

Daher ist die sogenannte Taxonomie so wichtig. Mit ihr klassifiziert die EU-Kommission, welche Wirtschaftsaktivitäten als klima- und umweltfreundlich gelten. Wichtig ist das auch für die Frage, welche Fonds als nachhaltig vermarktet werden dürfen. Nicht nur deshalb stößt der Entschluss der Brüsseler Behörde, Erdgas und Kernenergie unter bestimmten Voraussetzungen als nachhaltige "Übergangsaktivität" einzustufen, hierzulande auf große Ablehnung. Aber ist es wirklich so schlimm, dass ESG-Fonds künftig theoretisch auch Aktien und Anleihen von Gas- und Atomkonzernen enthalten dürfen?

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