Am 29. Oktober muss sich der Angeklagte vor dem Göttinger Jugendschöffengericht wegen gewerbsmäßigen Betruges verantworten, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Der 21-Jährige soll vor drei Jahren der Sparkasse Göttingen in zehn Fällen vergoldete Barren und Münzen als Massivgold verkauft und dafür rund 300.000 Euro kassiert haben (FONDS professionell ONLINE berichtete). Das Geldhaus hatte über längere Zeit nicht bemerkt, dass es sich bei den vermeintlichen Goldbarren lediglich um wertlose Metallteile gehandelt hat. Bei den vom Beschuldigten über das Internet erworbenen "Gold"-Stücken handelte es sich um Barren aus Kupfer, Messing oder Wolfram, die mit einer dünnen Schicht Gold überzogen und dann billig auf Online-Plattformen angeboten werden.

Die Mutter des jungen Mannes muss sich als Mitangeklagte vor Gericht verantworten, da sie in einem Fall ebenfalls versucht haben soll, der Bank vergoldete Barren anzudrehen. Allerdings scheiterte das Vorhaben, denn zu diesem Zeitpunkt ermittelten die Behörden bereits gegen ihren Sohn. (mb)