Die Finanzmarktaufsicht (FMA) Liechtenstein hat die Versicherungsbestände der Wealth-Assurance und ihrer Tochter Valorlife Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft auf die Skandia Leben (FL) übertragen. Die Behörde begründet den Schritt in einer Mitteilung mit dem Schutz der Versicherten und der Reputation des Finanzmarktes: Die Aktionärsgemeinschaft ("Aktionariat" im Schweizer-Deutsch) der Wealth-Assurance und der Valorlife habe die aufsichtsrechtlichen Anforderungen nicht mehr erfüllt. "Damit bot das Aktionariat keine Gewähr für eine solide und umsichtige Führung der Unternehmen", so die FMA.

Aus diesem Grund habe die Behörde laut Pressemitteilungen bereits 2016 bei beiden Gesellschaften einen Sonderbeauftragten zum Schutz der Versicherungsnehmer und deren Vermögenswerten eingesetzt. Dem Sonderbeauftragten seien damals sämtliche Befugnisse übertragen worden, die dem Verwaltungsrat, der Geschäftsleitung und allen sonstigen Organen nach Gesetz oder Statuten zustehen.

Versicherungsverträge gegen auf Skandia über
Die Versicherungsbestände werden in ihrer Gesamtheit übertragen. Die einzelnen Versicherungsverträge laufen unverändert und ohne Unterbruch bei der Skandia weiter. Diese tritt laut FMA in alle Rechten und Pflichten der beiden Versicherer gegenüber den Vertragsnehmern ein. Dies betrifft insbesondere die Leistungspflicht im Versicherungsfall oder bei Ablauf des Vertrages. Mit den Versicherungsverträgen wird auch das gebundene Vermögen oder entsprechende Vermögenswerte auf die Skandia Leben übertragen. Für den Versicherungsnehmer ändert sich einzig der Vertragspartner, so die FMA. 

Beide Gesellschaften waren in Deutschland zumindest in der Vergangenheit aktiv. Die Valorlife, die sogenannte Private Placement Life Insurance (PPLI)-Produkte anbot, findet sich noch in der Beschwerdestatistik der deutschen Finanzaufsicht Bafin. (jb)