Beinahe pünktlich zum siebten Jahrestag können die geprellten Anleger der ehemaligen Wall-Street-Legende Bernard Madoff nun erneut aufatmen. Ein US-Konkursgericht genehmigte am Mittwoch einen Auszahlungsbetrag in Höhe von 1,42 Milliarden US-Dollar, der bis Jahresende an die Investoren überwiesen werden soll. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Eine gesonderte Entschädigung in Höhe von 236 Millionen Dollar erhalten Anleger vom New Yorker Vermögensverwalter J. Ezra Merkin, der einst als Haupt-Geldeintreiber für zahlreiche Madoff-Fonds fungiert hatte.

Drei Fünftel der Konten bedient
Rechnet man die nun hinzukommende sechste Zahlung mit ein, sind laut dem zuständigen Konkursverwalter Irving Picard 1.264 von 2.227 Anlagekonten, die direkt mit dem Madoff-Skandal in Verbindung standen, mit berechtigten Ansprüchen ausbezahlt. Die individuellen Auszahlungen in der Gesamtsumme von 9,13 Milliarden Dollar variieren von 1.287 Dollar bis zur Obergrenze von 200,4 Millionen Dollar. Die rasche Liquidation der ehemaligen Schneeballsystem-Firma "Bernard L. Madoff Investment Securities" sorgte dafür, dass ein Großteil der zunächst verloren geglaubten Investorengelder in Höhe von 17,5 Milliarden Dollar doch noch rückerstattet werden. (aem)