Neues von PIM Gold: Der Edelmetallhändler und seine Vertriebsgesellschaft Premium Gold Deutschland (PGD) sollen vergangene Woche beim Amtsgericht Offenbach jeweils einen Insolvenzantrag gestellt haben (AZ. 8 IN 402/19 und 8 IN 403/19). Das geht übereinstimmend aus mehreren Medienberichten hervor. 

Das Gericht soll seine Entscheidung in den kommenden Tagen fällen. Laut dem "Handelsblatt" (HB), das auch über den Vorgang berichtet, ziehe sich das Verfahren aber länger als gewöhnlich hin, weil das Amtsgericht Unterlagen nachgefordert habe. Dessen Sprecher hat sich auf eine Anfrage der Wirtschaftszeitung zu dem Fall nicht geäußert, ebenso wenig wie eine Rechtsvertreterin des Chefs von PIM Gold. 

Knapp zwei Tonnen Gold sollen fehlen
Damit ist die "Causa PIM Gold" um ein weiteres Kapitel reicher. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt ermittelt schon länger gegen die Gesellschaft. Die Ermittler werfen ihr laut dem Handelsblatt "unter anderem gewerbsmäßigen Betrug" vor. Neu eingeworbene Kundengelder seien dazu eingesetzt worden, um Altanleger auszuzahlen und die Provisionen der Vermittler zu bedienen (FONDS professionell ONLINE berichtete).

Im Kern geht es darum, dass der Goldhändler Kunden angeboten habe, ihr Geld im Altgoldhandel zu verwenden und sie an den Erträgen eines "Gold-Recyclingkreislaufs zu beteiligen". Unterm Strich, so HB-Berichte, hätten diese Verträge Kapitalanlagen geähnelt, die von Vermittlern vertrieben werden konnten und auch wurden. Das erworbene Gold sollte dabei in Tresoren gelagert werden.

Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hatte im Rahmen ihrer Ermittlungen gegen PIM Gold einige Unterlagen ausgewertet und die Goldbestände in Augenschein genommen. Dabei wurde festgestellt, dass knapp zwei Tonnen Gold fehlten, das eigentlich Kunden zustand. Wie viele Kunden davon betroffen sind, ist derzeit unklar.  (jb)