Die Bundesregierung plant, die Steuerregeln für Kryptowerte wie Bitcoin zu ändern. Das soll dabei helfen, die massiven Löcher im Haushalt zu stopfen. Rund zwei Milliarden Euro möchte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) so einnehmen, berichtet die "Wirtschaftswoche". 

Allerdings gibt es noch keine Details, wie Anleger künftig Gewinne aus Investitionen in Kryptos versteuern müssen. "Ziel ist, die Besteuerung von Kryptowerten mit konkreten und modernen Vorschriften zu regeln", zitiert das Blatt aus einer Antwort des Ministeriums. Die Bundestagsfraktionen von Union und SPD haben auch noch kein fertiges Konzept in der Schublade. 


In der Klickstrecke oben hat die Redaktion die Details der aktuellen Besteuerungsregeln für Kryptowerte für Sie zusammengefasst!


Keine Spekulationsfrist mehr
In diese Lücke wolle aber die Opposition stoßen. Die Bundestagsfraktionen der Grünen sowie der Linken haben Anträge zur Neubesteuerung von Gewinnen bei Bitcoin & Co. ausgearbeitet, die der "Wirtschaftswoche" nach eigenen Angaben vorliegen. Demnach wollen die Grünen die bisher geltende einjährige Spekulationsfrist für Kryptowährungen ersatzlos streichen. Auf Gewinne würde der persönliche Einkommenssteuersatz fällig. Bislang sind Gewinne steuerfrei, wenn der Kryptowert mindestens ein Jahr gehalten wurde. 

Die Linke schlägt vor, dass Kryptogewinne fortan nicht mehr mit dem persönlichen Einkommenssteuersatz, sondern wie Gewinne aus Wertpapiergeschäften mit der Abgeltungsteuer besteuert werden. Sie liegt pauschal bei 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer und fällt auch bei Gewinnen aus Aktiengeschäften oder bei Zinsen und Dividenden an. (jb)