Die Finanzaufsicht Bafin will Verbraucher künftig besser vor Auswüchsen auf dem Finanzmarkt schützen. Dies berichten diverse Medien, die sich auf eine Mitteilung der Nachrichtenagentur "dpa" beziehen. Es komme darauf an, "mutiger, innovativer und, wenn nötig, auch bissiger für die Interessen der Gesamtheit der Verbraucher vorzugehen", erklärte Thorsten Pötzsch, Exekutivdirektor Wertpapieraufsicht/Asset Management, der "dpa" zufolge am Dienstag (22.11.) bei der Vorstellung der neuen Verbraucherschutzstrategie der Behörde.

Darin nimmt sich die Bafin unter anderem vor, ihre Marktbeobachtung auszubauen, um "relevante Themen künftig noch früher zu erkennen". Außer Beschwerden von Kunden von Banken, Versicherern und Wertpapierdienstleistern sollen auch Erkenntnisse aus Testkäufen, dem sogenannten Mystery Shopping, einfließen.

Digitale Geschäftsmodelle scharf im Blick 
Auch digitale Geschäfts- und Vertriebsmodelle will die Aufsicht schärfer beobachten. "Die Bafin wird ihr Verständnis hierzu und insbesondere zum Einsatz von Algorithmen und künstlicher Intelligenz weiter stärken", heißt es in der Verbraucherschutzstrategie. Zudem habe die Behörde bereits begonnen, ihre Informationskanäle zu modernisieren und zu verbessern, um mehr Verbraucher zu erreichen und besonders schutzbedürftige Verbrauchergruppen gezielt anzusprechen. Dazu gehört auch der Ausbau des Auftritts in den sozialen Medien.

Insgesamt stellte die Finanzaufsicht klar: "Die Bafin nutzt ihre aufsichtsrechtlichen Instrumente konsequent, innovativ und mutig, um Sachverhalte zu ermitteln und festgestellte Missstände abzustellen." (am)