Jetzt beginnt das große Zittern: Die Frankfurter Staatsanwaltschaft befindet sich nach der im November durchgeführten Razzia am Hauptsitz der Deutschen Bank im Besitz einer brisanten Kundenliste. Darauf sollen sich laut einem Bloomberg-Bericht unter Berufung auf unterrichtete Kreise 900 Namen befinden, die in Verbindung zum berühmt-berüchtigten Skandal um die Panama Papers befinden.

Laut den Insider-Informationen enthält die Liste Namen von Personen und Körperschaften, die sich größtenteils außerhalb Deutschlands befinden. Die Durchsuchungen der deutschen Strafverfolgungsbehörden konzentrierten sich auf die Rolle einer ehemaligen Vermögensverwaltungsgesellschaft der Deutschen Bank auf den Britischen Jungferninseln. Die Deutsche Bank und Sprecher der Staatsanwaltschaft lehnten eine Stellungnahme ab.

Aus den Panama Papers ergebe sich der Verdacht, dass Mitarbeiter der Deutschen Bank Kunden dabei geholfen haben, Offshore-Gesellschaften in Steuerparadiesen zu gründen, teilte die Staatsanwaltschaft damals mit. Diese Firmen waren mutmaßlich in Steuerhinterziehungen verwickelt, hieß es weiter. Mehr als 900 Kunden seien seinerzeit betreut worden. Die Ermittler beschlagnahmten auch umfassendes Geschäftsunterlagen, sowohl schriftliche wie elektronische. (mb/Bloomberg)