PIM-Gold-Anleger müssen sich auf ein langwieriges Insolvenzverfahren einstellen. Das geht aus einem Frage-Antwort-Katalog hervor, den Renald Metoja, der vorläufige Insolvenzverwalter des Edelmetallhändlers, nun veröffentlicht hat.

"Bevor eine etwaige Auszahlung der Quote erfolgt, müssen zum einen die angemeldeten Forderungen geprüft werden; zum anderen muss die verteilungsfähige Masse feststehen, da diese die Grundlage für die Quote bildet", schreibt Metoja. "Aufgrund der hohen Gläubigerzahl und der erforderlichen Maßnahmen zur Masserealisierung wird dies vermutlich einige Jahre in Anspruch nehmen." Schon für die Antwort auf die Frage, welche Zahlung Anleger voraussichtlich erwarten dürfen, sei "mit einer Zeitspanne von mehreren Jahren zu rechnen", so der Geschäftsführer der Kanzlei Eisner Rechtsanwälte.

Eröffnung des Verfahrens voraussichtlich Anfang Dezember
PIM Gold hatte Anfang der Woche Insolvenz angemeldet. Zuvor war der Gründer und Geschäftsführer von PIM Gold unter Betrugsverdacht in Untersuchungshaft genommen worden. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt vermutet ein Schneeballsystem. Womöglich sind mehr als 10.000 Anleger betroffen.

In seinem Frage-Antwort-Katalog betont Metoja, dass Gläubiger ihre Forderungen erst anmelden können, nachdem das Insolvenzverfahrens eröffnet wurde, was voraussichtlich Anfang Dezember dieses Jahres passieren wird. "Die Anmeldefrist wird rechtzeitig mitgeteilt", so der Insolvenzverwalter. Er werde "alle identifizierten möglichen Gläubiger" auf dem Postweg auffordern, ihre Forderungen anzumelden. (bm)


Das vollständige pdf-Dokument mit den Informationen des vorläufigen Insolvenzverwalters können Interessierte hier herunterladen.