Der Streit um die Zinsanpassung bei einigen deutschen Sparkassen geht in die nächste Runde: Noch rechtzeitig vor einer möglichen Verjährung von Ansprüchen der Bankkunden zum Ende dieses Jahres reichte die Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) gegen die Sparkasse Märkisch-Oderland, die Sparkasse Mansfeld-Südharz sowie die Kreissparkasse Stendal Klage ein, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Der Vorwurf: Die Kreditinstitute sollen über Klauseln in teils jahrzehntealten Prämiensparverträgen den jeweiligen Zinssatz zu ihren Gunsten angepasst haben. 

Aus Sicht der Verbraucherschützer haben demnach zahlreiche Sparer zu wenig Zinsen bekommen. Sie gehen von möglichen Nachzahlungen "im vierstelligen Bereich" aus, schreibt die "FAZ". Einen ähnlichen Rechtsstreit gab es bereits im Oktober mit der Stadt- und Kreissparkasse Leipzig. Derer Bundesgerichtshof entschied, dass die Zinsberechnung des Geldhauses bei langlaufenden Sparverträgen in der Vergangenheit zum Teil unzulässig gewesen war. Trotz des Urteils reagierten einige andere Sparkassen weiterhin nicht auf Forderungen ihrer Kunden. "Wenn’s um Geld geht – Sparkasse. Diesen Slogan setzten die Sparkassen nicht immer im Sinne der Verbraucher und Verbraucherinnen um", bemängelt Patrick Langer, Referent beim VZBV, in der "FAZ". (fp)