Check24 hat verzichtet, auf das am 4. Februar gegen sich ergangene Urteil wegen der sogenannten "Jubiliäumdeals" Berufung einzulegen. Der Münchner Online-Riese darf damit nicht mehr mit Rabatten auf den Abschluss von Versicherungen werben. Kunden, die diese "Deals" in der Vergangenheit genutzt haben, sind nicht betroffen. Das meldet der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), der gegen Check24 nunmehr erfolgreich geklagt hatte.

Der BVK hatte sich daran gestoßen, dass das Versicherungsvergleichsportal für Versicherungen und andere Produkte im Herbst 2018 Kunden folgendes Angebot gemacht hatte: Wer zwischen dem 20. September und dem 10. Oktober über einen bei der Münchner Gesellschaft gelisteten Versicherer eine Police für Privathaftpflicht, Hausrat, Unfall, Krankenhauszusatz, Zahnzusatz, Rechtsschutz, Risikoleben oder Kfz abschlossen hatte, erhielt je nach Art der Vertrages einen Betrag in Höhe von bis zu einer Jahresprämie gutgeschrieben.

Keine Jubiläumsdeals mehr
Kunden, die an der Aktion teilnahmen, wurde der Betrag aber nicht von den jeweiligen Maklern wie der Check24 Vergleichsportal für Kfz-Versicherungen GmbH erstattet, sondern von der Mutter Check24 GmbH. Nach Meinung des BVK war dieses Angebot ein klarer Verstoß gegen das seit 2017 gesetzlich verankerte Provisionsabgabeverbot – auch wenn das Geld nicht direkt von der Gesellschaft kam, die die Police vermittelt hatte. Das sah das Landgericht München auch so. Check24 darf die Aktion also nicht wiederholen. (jb)