Keine Frage: Werbung ist wichtig, und gackern gehört zum Geschäft –  ganz besonders in der hart umkämpften Finanz- und Versicherungsbranche. Doch auch dabei gibt es Grenzen, denn wahrheitswidrig darf Reklame nicht sein. Dennoch: Verstöße kommen häufiger vor als man denkt. Im vergangenen Jahr musste die Wettbewerbszentrale 10.943 Anfragen und Beschwerden wegen unlauteren Wettbewerbs nachgehen – mehr als in den beiden Vorjahren 2016 (10.900) und 2017 (10.478). Tendenziell scheint der Wettbewerb in Deutschland allerdings fairer zu werden: 2015 zählte die Zentrale noch 12.000 Beschwerden von Verbrauchern und Mitbewerbern (FONDS professionell ONLINE berichtete).

Die Juristen der in Frankfurt ansässigen Zentrale haben dabei 2.799 förmliche Beanstandungen wegen unlauterer Geschäftspraktiken ausgesprochen. Formlose Beanstandungen wegen kleinerer Rechtsverstöße gab es in 278 Fällen. Die weitaus meisten Fälle wurden aber außergerichtlich durch Abgabe von Unterlassungserklärungen erledigt, wie aus dem Jahresbericht 2018 hervorgeht. (jb)