Am Montag hat das Landgericht Frankfurt den 50-jährigen Wertpapierhändler Hauke B. aus Hamburg zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt. Der Verurteilte hatte Gelder, die Anleger ihm anvertraut hatten, in das Schneeballsystem der S&K gelenkt. 

B. ist gesundheitlich schwer angeschlagen und wurde nach drei Jahren und zehn Monaten Untersuchungshaft auf freien Fuß gesetzt. Ob er die Reststrafe verbüßen muss, war zunächst unklar. Die Verteidiger prüfen, ob sie beim Bundesgerichtshof Revision einlegen.

Abgetrenntes Verfahren
Das Verfahren gegen den 50-jährigen war vor einigen Wochen wegen dessen eingeschränkter Verhandlungsfähigkeit abgetrennt worden, um die Wirtschaftsstrafkammer sowie den gesundheitlich angeschlagenen Angeklagten zu entlasten. Der Prozess gegen die übrigen fünf Angeklagten wird fortgesetzt, es geht um Wirtschaftsstraftaten mit einem Volumen von rund 240 Millionen Euro. (fp)