Schlechte Nachrichten für Ex-Anleger der Frankfurter Immobiliengruppe S&K. Der Insolvenzverwalter zweier Fonds der Gesellschaft, deren führende Köpfe wegen Betrugsverdachts vor Gericht stehen, fordert Geld zurück. Das berichtet das Manager-Magazin auf seinen Online-Seiten unter Berufung auf interne Informationen.

Demnach haben Kunden, die in die Fonds Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 sowie S&K Real Estate Value Added investiert hatten, einen Brief des Insolvenzverwalters Achim Ahrendt von der Kanzlei Hermann Wienberg Wilhelm in Hamburg erhalten. In diesem verlangt er die Ausschüttungen, die diese von der S&K-Gruppe erhalten hatten, wieder zurück. Berichten des Anwalts zufolge, die dem Magazin vorliegen, geht es bei beiden einstmals rund 62 Millionen Euro schweren Fonds um Ausschüttungen in Höhe von rund 15 Millionen Euro.

Auszahlungen nicht rechtmäßig
Für seine Forderung nennt der Anwalt dem Magazin zufolge mehrere Gründe: So seien die Investoren bei der Verteilung der Ausschüttungen unterschiedlich bedacht worden. Das verstoße gegen den Grundsatz der Gläubigergleichbehandlung. Zudem sei eine zwischen die Anleger und die Beteiligungsgesellschaft geschaltete Treuhandgesellschaft nie ins Handelsregister eingetragen worden. Daher, so das Manager-Magazin, seien die Anleger streng genommen nie wirklich Mitgesellschafter geworden.

Und schließlich handele es sich bei den Ausschüttungen nicht um Gewinne, sondern um Einzahlungen anderer Investoren, die im Zuge eines betrügerischen "Schneeballsystems" umgeschichtet worden seien. Die Auszahlungen solcher Scheingewinne seien im Fall einer Insolvenz jedoch anfechtbar.

Gute Nachrichten
Der Insolvenzverwalter hat dem Magazin zufolge aber auch eine gute Nachricht: Die Anleger können gleich nach Rücküberweisung ihrerseits eine Forderung in gleicher Höhe zur Insolvenztabelle der Beteiligungsgesellschaften anmelden. (jb)