Die deutsche Versicherungswirtschaft hat im Jahr 2020 rund 15 Millionen Euro für ihre politische Interessenvertretung auf Bundesebene investiert. Das geht aus einer Pressemeldung des Branchenverbands GDV hervor, die er anlässlich seines Eintrags in das Lobbyregister des Deutschen Bundestags veröffentlicht hat.

"Interessenvertretung ist legal und legitim, aber sie muss transparent sein", lässt sich GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen in der Mitteilung zitieren. "Daher haben wir die Einführung des Lobbyregisters von Anfang an begrüßt."

90 Lobbyisten im Bundestag aktiv
Insgesamt sind 90 GDV-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Berlin direkt an der Interessenvertretung beteiligt und werden daher namentlich im Lobbyregister genannt. Weitere 60 arbeiten an Vorbereitungen. Der Verband beschäftigt insgesamt 240 Mitarbeiter.

Die Ausgaben für Interessenvertretung umfassen laut Gesetz anteilige Personal- und Arbeitsplatzkosten inklusive Miete sowie Reise- und Veranstaltungskosten. Erfasst werden dabei nur die Interessenvertretung gegenüber dem Bundestag und der Bundesregierung ab einer gewissen Hierarchiestufe. "Andere Teile der GDV-Aufgaben und damit des gesamten Ausgabevolumens müssen und dürfen nicht eingetragen werden", betont der Verband. "Dazu gehört die Interessenvertretung auf europäischer Ebene oder auf Ebene der Bundesländer. Hier ist der GDV seit Jahren im EU-Lobbyregister und – soweit vorhanden – in Landeslobbyregistern eingetragen." (bm)