Die Beschwerden über Bankberater reißen nicht ab. Nachdem sich 2018 insgesamt 5.183 Kunden bei der Finanzaufsicht Bafin gemeldet haben, sind es in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres schon 4.109 Eingaben gewesen, also knapp sechs Prozent mehr auf vergleichbar gerechnetet Basis. Der Großteil der Meldungen betraf Mitarbeiter von Sparkassen, wie die Behörde auf Anfrage von FONDS professionell mitteilte. Die Zahlen stammen aus dem Ende 2012 im Zuge der Finanzkrise gestarteten Beraterregister der Bafin, in dem Geldhäuser ebenso wie Finanzdienstleister neben der Anzahl der dort beschäftigten Berater auch Beschwerden über diese festhalten müssen.

Damit liegen die Beanstandungen der Kunden oberflächlich betrachtet zwar nur unwesentlich über dem Niveau der Vorjahre. 2017 gab es 4.353 Meldungen, 2016 waren es fast 5.000 und 2015 rund 4.600. Allerdings: Die Nummer der registrierten Berater ist von mehr als 160.000 im Jahr 2013 auf aktuell 123.688 zurückgegangen. Im Verhältnis zu den Beratern hat sich die Zahl der Beschwerden also spürbar erhöht.

Von den 4.109 Klagen entfielen Ende September 1.897 auf den Sparkassen-Sektor. Über Genossenschaftsbanken monierten sich 1.086 Personen – nur zwei mehr als über die Privat- und Auslandsbanken (1.084). Die übrigen Finanzdienstleistungsinstitute haben nur 42 Kunden derart massiv verärgert, dass sie sich an die Aufsicht wandten. (jb)