Im seit Jahren laufenden Steuerstreit zwischen der Zürcher Kantonalbank (ZKB) und dem US-Justizministerium gibt es nun eine Einigung. Die Bank hat mit der US-Behörde ein sogenanntes "Deferred Prosecution Agreement" (DPA) abgeschlossen. Darin verpflichtet sich die ZKB zu einer Zahlung von insgesamt 98,5 Millionen US-Dollar. Laut dem Institut hat Zahlung allerdings keinen Einfluss auf das Geschäftsergebnis 2018 – die Gewinnausschüttung an Kanton und Gemeinden sei demnach nicht gefährdet.

"Wir sind erleichtert, dass wir nach sieben Jahren die Untersuchung in einem sachlichen Dialog mit den US-Behörden abschließen konnten. Die nun erreichte Lösung zieht einen Schlussstrich unter dieses Verfahren und beseitigt die damit verbundenen Unsicherheiten", erklärte Jörg Müller-Ganz, der Präsident des Bankrats. Die ZKB sei mit ihrer "äußerst soliden Kapitalisierung und starken Marktstellung in einer guten Position, um auch die Zukunft erfolgreich zu gestalten".

Verfahren gegen ZKB-Banker vor dem Abschluss
Die Bank geht zudem davon aus, dass ein aktueller und ein inzwischen pensionierter Mitarbeiter, die im Zusammenhang mit der US-Steuerangelegenheit im Jahr 2012 angeklagt wurden, ihre Rechtsfälle ebenfalls bald abschließen können. (gp)