Der Gesetzgeber hat vor rund drei Jahren seine Bemühungen im Kampf gegen Geldwäsche verstärkt und das sogenannten Transparenzregister eingeführt. Genau dieses bereitet einer kleinen Zahl an Vermittlern nun offensichtlich Probleme: Sie haben vom Bundesverwaltungsamt die Androhung eines Bußgeldes erhalten, da sie sich nicht registriert haben. Das geht aus einer internen Mitteilung des AfW Bundesverbandes Finanzdienstleistung an seine Mitglieder hervor, die FONDS professionell ONLINE vorliegt.

Das Register erfasst die "wirtschaftlich Berechtigten von juristischen Personen des Privatrechts, rechtsfähigen Personengesellschaften und anderen" und soll damit Auskunft darüber geben, wer hinter bestimmten Firmen und Stiftungen steht, die sich der Geldwäsche verdächtig gemacht haben. Verschachtelte Unternehmenskonstruktionen oder Briefkastenfirmen im Ausland und die Verantwortlichen sowie Nutznießer dahinter sollen so erkennbar werden. 

Behörde verschickt Anhörungsbögen
Zu den Personen, die sich in das Register eintragen müssen, gehören damit unter bestimmten Voraussetzungen auch Berater, die ihr Unternehmer in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder einer Aktiengesellschaft führen. Auch Offene Handelsgesellschaften (OHGen) unterliegen der Eintragungspficht. Das gilt zumindest dann, wenn sie ins Handelsregister eingetragen sind, was in der Regel der Fall ist. Das Bundesverwaltungsamt hat dazu auf seiner Website eine umfangreiche Frage- und Antwortliste (FAQ) veröffentlicht, die regelmäßig aktualisiert wird. Die neueste Version vom 3. Januar 2020 finden Sie hier.

Eine versäumte Meldung an das Register wertet das Bundesverwaltungsamt nun als Ordnungswidrigkeit. Die Unternehmensführungen wüssten schließlich seit mehr als zwei Jahren Bescheid. Daher versandte die Behörde einen Anhörungsbogen mit Bußgeldankündigung. Der AfW rät seinen Mitgliedenr in dem internen Rundschreiben, diesen genau zu prüfen. (jb)