Peter Fitzek – oder für seine "Untertanen" auch König Peter – ist vom Amtsgericht Dessau-Roßlau zu einer Geldstrafe von 4.220 Euro verurteilt worden, weil er unbefugt eine Krankenkasse betrieben hat. Zur Begründung der Geldbuße – die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitssstrafe auf Bewährung gefordert – sagte der Richter, dass der selbst ernannte Monarch die Gelder nicht für sich genommen und sich nicht bereichern wollte. Dies meldet der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) auf seiner Internetseite.

Fitzek steht schon lange im Visier der Finanzaufsicht Bafin wie auch des Verfassungsschutzes, weil er als "Staatsoberhaupt" des nahe Wittenberg gelegenen "Königreichs Deutschland" nicht nur ohne behördliche Erlaubnis eine Krankenkasse, sondern auch eine Bank und andere Institute betrieben hat. Die Warnschüsse der Bonner Behörde hatte er aber lange nicht gehört, sodass die Bafin die "königlichen Unternehmen" hat abwickeln lassen.

Auch jetzt hat er laut MDR sofort nach dem Urteilsspruch verkündet, seine Krankenkasse weiterführen zu wollen. Er drohte sogar an, im Falle von Beschlagnahmungen der Unterlagen durch Behörden, die Bundesrepublik Deutschland auf Schadensersatz verklagen zu wollen. (jb)

Weitere Informationen über Fitzek und wie die Bafin in solchen Fällen vorgeht finden Sie in dem Artikel "Down by Law" (Anmeldung erforderlich), der in der FONDS professionell Printausgabe 1/2014 erschienen ist.