Jedes Jahr freuen sich viele Bürger auf eine Steuerrückzahlung – und oftmals auch die Finanzberater, da sicher einiges an Geld dann auch in Fonds oder Altersvorsorgeprodukte gesteckt wird. Im kommenden Jahr werden alle Beteiligten aber wohl länger auf Geld vom Fiskus warten. Die Bearbeitung der Steuererklärungen könnte sich nach Einschätzung der Deutschen Steuer-Gewerkschaft um Monate verzögern, wie "Spiegel Online" meldet. Zuerst hatte "Bild" darüber berichtet.

Der Gewerkschaftsvorsitzende Florian Köbler begründete das gegenüber "Bild" mit den Entlastungsmaßnahmen der Ampel-Koalition. "Für die Verwaltung sind Entlastungsmaßnahmen wie die Energiepreispauschale ein Horror", wird Köbler zitiert. Die Zahl der Steuererklärungen schieße damit in die Höhe. Die Finanzämter, die ohnehin schon am Limit arbeiteten, kommen mit der Bearbeitung nicht mehr hinterher. "Die Bürger müssen sich deshalb auf monatelange Verspätungen einstellen", sagte Köbler. (jb)