Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) wendet sich gegen das "Transparenzregister- und Finanzinformationsgesetz Geldwäsche" (TraFinGGw), das am 1. August 2021 in Kraft treten wird. Durch das Gesetz wird das Transparenzregister zur Bekämpfung von Geldwäsche zu einem Vollregister. Damit sind alle juristischen Personen des Privatrechts sowie Personengesellschaften verpflichtet, ihren wirtschaftlich Berechtigten zu ermitteln und dem Transparenzregister zur Eintragung mitzuteilen. Bislang gilt die Mitteilungspflicht als erfüllt, wenn die Angaben bereits einem anderen elektronisch abrufbaren Register zu entnehmen sind.

"Der BVK hat bereits im Gesetzesentwurf kritisiert, dass nun alle Unternehmen von der Eintragungspflicht betroffen sein sollen", lässt sich BVK-Präsident Michael H. Heinz in einer Pressemitteilung zitieren. Allein aus seinem Verband dürften etwa 1.500 Vermittlergesellschaften in verschiedenen Rechtsformen der neuen Pflicht nachkommen müssen. "Die fortlaufende Pflege, die nun in zwei Registern stattzufinden hat, ist eine weitere Verwaltungsbelastung für jedes Vermittlerunternehmen", erklärt Heinz. 

Mit Bußgeldern zu rechnen
Die künftigen Regelung träfen nicht nur Unternehmen, die als Verpflichtete nach dem Geldwäschegesetz gelten, sondern auch alle anderen. "Wer bislang nicht zum Verpflichtetenkreis gehört, wird die Eintragungspflicht kaum wahrnehmen, mit Sanktionen in Form von Bußgeldern jedoch rechnen müssen", kritisiert Heinz. 

Unternehmen in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) sowie Genossenschaften haben bis zum 30. Juni 2022 Zeit, um ihren wirtschaftlich Berechtigten ins Transparenzregister eintragen zu lassen. Für Aktiengesellschaften und Kommanditgesellschaften endet die Übergangsfrist am 31. März 2022, für sonstige Vereinigungen, zu denen auch Personengesellschaften zählen, am 31. Dezember 2022. (am)