Wenn Kinder von heute irgendwann in den Ruhestand gehen, haben sie vom deutschen Rentensystem nicht allzu viel zu erwarten. Für diese unerquickliche Situation möchte die CSU, die sich allmählich zur wahren "Anlegerpartei" mausert, nun offenbar Abhilfe schaffen. Bei ihrer Klausurtagung im oberbayerischen Kloster Seeon, die am heutigen Dienstag (7. Januar 2020) beginnt, will die CSU-Landesgruppe über ein Papier beraten, das staatliche Zuschüsse für Kinder und Jugendliche vorsieht. Dies berichten diverse Medien, die sich auf eine Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) beziehen. 

Geplant ist ein sogenanntes Starterkit. "Dafür soll der Staat ab Geburt bis zum 18. Lebensjahr für jedes Kind einen Beitrag von 100 Euro pro Monat in einen Generationen-Pensionsfonds einzahlen, der das Geld renditeorientiert anlegt", zitiert die Nachrichtenagentur aus dem Entwurf für das neue Rentenkonzept. Das Starterkit solle die drei bestehenden Säulen der Altersvorsorge – gesetzliche Rente, eigeninitiierte private Vorsorge und bAV – um eine vierte Säule ergänzen. Mit dem Eintritt ins Rentenalter würde das Geld aus dem Generationen-Pensionsfonds dann zusätzlich zu den Summen aus den bereits bestehenden Säulen ausbezahlt.

Altersarmut wirksam vermeiden
"Ziel ist es, dass zukünftig jeder aus der neuen vierten Säule der Altersvorsorge kapitalgestützt eine Generationen-Pensionsfonds-Rente erhält und auf diesem Wege Altersarmut wirksam vermieden wird", heißt es der dpa zufolge in dem Papier. Die CSU wolle "die Rentenwende – weg vom Generationenkonflikt, hin zu mehr Generationengerechtigkeit". (am)