Die Finanzaufsicht Bafin muss erneut darauf hinweisen, dass sie keine Personen anwirbt, die zu Testzwecken Konten bei Kreditinstituten eröffnen sollen. Im Mai hatte sie eine bereits eine solche Warnung vor Personen herausgegeben, die in betrügerischer Absicht den Namen der Behörde missbrauchen.

Der Anlass ist, dass wiederholt Fälle bekannt geworden seien, in denen Täter Personen im Namen der Aufsicht online kontaktierten und sie aufforderten, gegen Vergütung ein Testkonto per Video-Ident-Verfahren bei einem Kreditinstitut zu eröffnen und über ihr Kundenerlebnis zu berichten. De facto aber soll das Konto anschließend für kriminelle Zwecke genutzt werden – so der Verdacht, wie die Bafin schreibt.

Vorgehensweise 
Nach der Kontaktaufnahme gehen die Täter so vor: Die "Tester" bekommen Anmeldedaten für eine Online-Kontoeröffnung. Nach der Eröffnung fordern die Täter dann den Zugangscode für das Konto, um dieses nach Testende angeblich wieder zu löschen.. 

Während des Videochats zur Identifizierung sollen die Tester nicht offenlegen, dass ihnen die Anmeldedaten von den Tätern zur Verfügung gestellt wurden. "Das Kreditinstitut merke, dass es von der Bafin überwacht werde. Außerdem werden die Testpersonen gebeten, sich von Warnungen des Kreditinstituts vor Betrügern nicht beeindrucken zu lassen“, schreibt die Behörde und bittet alle Personen, die mit einem entsprechenden Angebot in Kontakt kommen, dieses abzulehnen und Anzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft zu erstatten. (jb)