Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) sowie das Bundeskriminalamt (BKA) und die Landeskriminalämter weisen in einer gemeinsamen Warnmeldung auf die Gefahren des Online-Handels mit bestimmten spekulativen Finanzinstrumenten hin. Dazu gehören etwa finanzielle Differenzkontrakte (Contracts for Difference – CFDs) und binäre Optionen auf Rohstoffe, Aktien, Indizes sowie Währungen und Kryptowährungen. 

Die Spezial-Optionen möchte die Bafin ohnehin verbieten, die EU-Wertpapieraufsicht ESMA hatte sie zeitweise schon untersagt. Für CFD-Angebote an Privatkunden gelten hierzulande auch strenge Auflagen bis hin zum Verbot einiger Produkte. Denn alle bergen das Risiko eines Totalverlusts. 

Keine Auszahlung von Gewinnen
Zum Risiko eines Totalverlustes komme bei Anbietern ohne Bafin-Lizenz gemäß Paragraf 32 Kreditwesengesetz (KWG) hinzu, dass sie Kunden betrügen. Die Gesellschaften, die in aller Regel Offshore-Briefkastenadressen haben und  ihre Namen häufig wechseln, gehen dabei meist wie folgt vor: Anfangs betreuen sie die Kunden telefonisch und lassen sie scheinbar Gewinne machen. Diese zahlen sie aber nicht aus. Zudem sind die Gebühren, die sie fordern, total intransparent.

Bafin, BKA und die Landeskriminalämter haben daher eine Liste mit neun Tipps zusammengestellt, die private Anleger beherzigen sollten. Einer lautet: Gründliche Vorabinformation! 

Aktuelle Warnmeldungen
Dazu sind zwei Warnmeldungen der Bafin geeignet, die diese erst kürzlich veröffentlichte: Einer betrifft die Smart Choice Zone L.P. aus Großbritannien. Diese bietet ohne die notwendige Erlaubnis gemäß Paragraf 32 KWG auf der Handelsplattform "www.toroption.com" Optionen sowie CFDs an. 

Der zweite Hinweis betrifft die CRLINK Limited und die BT Systems LTD. Beide bieten über die Plattform "www.fxcmarkets.com" und mit unaufgeforderten Anrufen über eine Berliner Rufnummer CFDs auf Indizes, Rohstoffen und Aktien an. Auch sie haben keine Erlaubnis gemäß Paragraf 32 KWG. (jb)