Die Ratingagentur Scope blickte im Sommer etwas verhalten auf die Entwicklung am Sachwertemarkt: Diese würde maßgeblich von mehreren Risiken beeinflusst, zu denen Corona, der Krieg in Europa, die Zinswende, die Inflation und die Energiekrise zählen. Wie dem auch sei: Sachwertinvestments wird es weiterhin ­geben, genau wie Vermittler, die sie vertreiben.

Diese müssen sich an die gesetzlichen Vorgaben zur Anlageberatung und -vermittlung halten. Allerdings sind diese Vorgaben nur sehr allgemein. Wenn es um Details geht, entscheiden oft Gerichte. "Bei Sachwerte-Streitigkeiten handelt es sich zudem um sogenanntes 'Case Law', es muss also immer der Einzelfall betrachtet werden – zumal die Richter sich nicht an die Entscheidungen anderer Gerichte halten müssen", so Rechtsanwalt Marc Gericke. 

Richtschnüre
Die Urteile dienen aber als Richtschnur für ähnlich gelagerte Fälle. FONDS professionell hat sich daher bei Rechtsexperten für Sachwertinvestments erkundigt, welche Entscheide von Bedeutung sind. Genannt wurden mehr als 30 Urteile. Die Redaktion hat vorrangig die­jenigen ausgewählt, die vom Bundesge­richtshof (BGH) gesprochen wurden. Diese Urteile und Beschlüsse finden Sie in chronologischer Reihenfolge in unserer Fotostrecke oben. (jb)


In der Ausgabe 4/2022 von FONDS professionell, die in diesen Tagen erscheinen wird, finden Sie noch weitere Ausführungen von Anwälten zu Urteilen, die Gerichte im Zusammenhang mit Sachwerteanlagen gesprochen haben.