Wenn Anleger nach vermeintlich sicheren Investments suchen, ist das gefährlich, meint Karl-Heinz Thielmann vom Analyseinstitut Long-Term Investing Research. Denn sichere Investments gebe es nicht. Wer das nicht erkenne, werde enttäuscht: Bestenfalls durch niedrige Renditen, schlimmstenfalls durch versteckte Risiken und hohe Verluste.

Risikofreie Geldanlagen sind eine Illusion
Der jüngste US-Haushaltsstreit habe einmal mehr gezeigt, dass risikofreie Geldanlagen eine Illusion seien, sagt Thielmann. Anleger zweifelten nun an der vermeintlichen Sicherheit von US-Staatsanleihen, die bisher im Hinblick auf das Ausfallrisiko und das Liquiditätsrisiko als sicherste Anlage der Welt galten. Insbesondere im Hinblick auf Inflationsrisiken und die niedrigen Zinsen seien Staatsanleihen aber bereits seit Längerem unsichere Wertpapiere. Nun sei auch noch die Sicherheit von US-Staatsanleihen im Hinblick auf das Ausfallrisiko in Frage gestellt. (mb)