Das Defino Institut für Finanznorm hat ein weiteres Vorhaben beim Deutschen Institut für Normung (DIN) initiiert: Eine DIN-Norm für die "Vermögens- und Risikoanalyse von Privatanlegern". Die Heidelberger Gesellschaft begründet den Schritt damit, dass nach der Umsetzung der EU-Finanzmarktrichtlinie Mifid II und der kommenden Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV) die bereits 2016 veröffentlichte DIN Spec 77223 , die denselben Titel wie die geplante Norm trägt, überarbeitet werden muss. Dabei soll die  "Norm-Vorstufe" DIN Spec in einen richtigen Standard umgewandelt werden.

"Dabei wollen wir uns auf die Themen konzentrieren, die von der Gesetzgebung offengelassen wurden und der Klärung und Präzisierung bedürfen, zum Beispiel die Risiko-Profilierung und die Beschreibung von Risikoklassen", beschreibt Klaus Möller, Defino-Vorstand und Obmann des Arbeits-Ausschusses beim DIN, den Auftrag, den sich das Gremium gestellt hat. "Mit der neuen Norm wollen wir die von den Anlageberatern als verunsichernd wahrgenommenen Regelungslücken schließen und so konkrete Hilfestellung leisten."

Die Defino hat bereits die DIN-Norm 77230 "Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte" zur Reife gebracht. Ferner startete das DIN kürzlich die Arbeit an einer Norm für die "Basis-Finanz- und Risikoanalyse für Selbstständige, Freiberufler, Gewerbetreibende und KMU`s". (jb)